Rockharz 17 – voll barrierefrei

Alter Schwede, und ich meine nicht den Kieselstein an der Elbe, war das ne intensive Woche!
Samstag morgen in aller Frühe sind wir zur Hochzeit nach Pirna aufgebrochen. Mit Wohni hinten dran bis nach Pirna gezuckelt.

Schön gefeiert und Dresden angeguckt. Mittwoch morgen Wohni zusammen gepackt und ab nach Halle. Das wo GENSCHMAN her kommt!
Den Sohn einsammeln. Der wollte dort mit der Bahn aufschlagen und iss er auch!
Nachdem nun alle(s) an Bord war sind wir zum Hotel nach Ballenstedt. Dort sind wir gleich von Leuten begrüßt worden, die wir vom letzten Jahr kannten.
Wohni geparkt, Sachen abgeworfen und ab zum Festival.

Ich war etwas aufgeregt, weil ich diesmal eine Akkreditierung hatte.
Jo, mein Podcast und der Blog schaffen das inzwischen!

Die Liebste hat das Regeln in die Hand genommen und mir meinen Fotopass geholt! YEAH!
Da wir leider nicht campen konnten, sollten wir zuerst auf dem Tagesparkplatz stehen. Das wäre etwas doof gewesen, weil wir abends einen heftigen Anstieg hoch gemusst hätten. Ich bat darum unten direkt ein Eingang parken zu dürfen. Die junge Dame, deren Namen ich dummerweise vergessen habe, hat die Chefin gerufen, um das zu klären. Wir mussten einen Augenblick warten bis Danny vor Ort war. Mir war das etwas unangenehm, weil sie bestimmt genug anderen Krams zu tun hat, wenn das Festival los geht. Aber es kam eine ganz entspannte und sehr freundliche Danny an.
Rumms die Dumms hatten wir alle drei ein VIP-Bändchen, damit wir zusammen bleiben können. (Rollstuhlfahrer:innen dürfen also auf die VIP-Tribüne
Damit war das Versprechen vom letzten Jahr (s. hier und hier) schon mal eingelöst!)
Dann gings es kurz um Parken. Wir bekammen zusätzlich noch weiße Flugplatzbändchen. Dann hat sie uns noch zum Flugplatzbegleitet dort die Secu-Leute unterrichtet und zack, standen wir direkt am VIP-Bereich mit bestem Zugang zum Infield.
Ey, sowas hab ich noch nicht erlebt! Klasse! Ich bin schwer beeindruckt! So unbürokratisch!

Sie gab uns noch den Hinweis, dass wir bitte auf Flugzeuge aufpassen sollen.
Ich dachte das wäre ein Joke, aber nur solange bis ich ein Sportflugzeug auf der Straße fahren sah, auf der wir auch gerade fuhren! Upps!

Wir sind dann gleich ins Infield, weil schon Musik lief.
Heute war ja WarmUp und die Bands spielten nur auf der Rockstage

Es kam gleich das Festival-Feeling vom letzten Jahr wieder durch!
Was will man mehr! Ach ja, Merch kaufen.
Das selbe Drama wie immer. riesen Schlange und sehr lange Wartezeit. Aber ich will ein Shirt, also warten. Dann kam auch schon das erste bekannte Gesicht, Holle! Großes Hallo! Wir bekamen unsere Shirts und weiter ging es zur Premiere. Das erste Mal mit Photopass in Graben. War schon cool so mal auf der Seite zu stehen. Leider ist die Bühne sehr hoch, sodass ich kaum gute Bilder von der Bühne machen konnte. Da sind die langen Damen und Herren, die sich auch auf die Wellenbrecher stellen können, besser dran. Egal, hier wird nicht gejammert.

So nach und nach haben wir dann sehr viele Leute vom letzten Jahr, von der Cruise und von anderen Konzerten getroffen. Die Metalfamily war wieder zusammen.
Was ich besondern schön fand, dass wir Anja und Joachim (auch ein Kumpel im Rollstuhl) gleich getroffen haben. Gaby kannte die beiden noch nicht. Wir hingen während des Festival viel zusammen rum. War toll!

Zur Musik muss ich nicht viel schreiben. Wir haben wie üblich viel richtig geile Musik gehört. Es gab ein paar Überraschungen. Dann war viel erwartet gute Qualität und es gab auch kleinere Enttäuschungen. Egal, insgesammt war das Lineup richtig klasse!

Aber das ist ja auch alles Geschmackssache. Meine Festivalüberraschung war übrigens “Unzucht”. Wir hatten die Band schon mal als Vorgruppe bei der Eisheiligen Nacht in Bremen gesehen und war echt begeistert! Sehr nette Band. Haben sogar bemerkt, dass ich im Rolli gesprungen bin! Hat mir der Sänger hinterher erzählt. Echt gut son VIP-Bändchen! 😉 Und vielen Dank an das Pärchen, die mir spontan ein Bier ausgegeben haben. Das hatte ich gebraucht! 🙂 

Falls Ihr trotzdem etwas lesen wollt, findet ihr reichlich Kritiken im Netz und insbesondere auf der News-Seite vom Rockharz!
Ich plugge hier auch mal die Seite von Whiskey – Soda. Der junge Mann vor Ort war sehr nett! Ahoy Daniel!

Mir ist es jetzt noch eine herzens Angelegenheit über die Barrierefreiheit auf dem Festival zu schreiben!

Danny hat mir erzählt, dass sie etwa 100 Karten für Menschen mit Behinderung verkauft haben. Ich glaube 15.000 insgesamt. Gut, das ist unter einem Prozent und es waren auch nicht alles Rollstuhlfahrer:innen. Ich hatte aber den Eindruck, dass es dieses Jahr deutlich mehr Rollstuhlfahrer:innen waren als letztes Jahr. Das hat mich schon mal sehr gefreut, weil sich die Orga von dem Festival sehr viel Mühe gibt, das Festival möglichst barrierefrei zubekommen.
Viele Wünsche aus dem letzten Jahr wurden dies Jahr umgesetzt.
Da ist die Freigabe der VIP-Tribüne für Rollstuhlfahrer:innen und eine barrierefreie (na gut nicht ganz) Dusche schon toll.Die Duschtasse war leider erhöht. Aber es wäre mit Hilfe gegangen!
Es gab auch eine zweite Toilette im Infield. Neben dem Dixie an der Rollitribüne, gab es auch eine “richtige Toilette mit viel Platz im VIP-Bereich!

Dann gibt es das Camp für Menschen mit Behinderung sehr nahe am Infield.
Das war allerdings bis unter das Dach voll. Das wird nächstes Jahr bestimmt erweitert!

An der Rollitribüne steht ein Mensch, der zum einen schaut, das nur Berechtigte auf die Rollitribüne kommen und das Dixie benutzen und zum anderen hilft dieser, falls die Armkraft für die Rampe nicht reicht. Klasse!

Ein weiterer Punkt vom letzten Jahr war der nicht vorhandene Sound der Danrkstage auf der Rollitribüne. Hier ist richtig was passiert. Der Sound auf der Rollitribüne war um längen besser als im letzten Jahr. Das wurde durch einen technischen Kniff erreicht. Leider waren aber ab und an technische Problem zu hören. Das betraf aber das gesamte Festival und nicht nur die Rollitribüne! Ich konnte damit sehr gut leben!

Es war auch dieses Jahr wieder kein Problem irgendwo zu stehen. die Leute waren alle entspannt. Auch am Wellenbrechen ganz vorn! Super!

Alles andere war wie im letzten Jahr. Wetter, Essen, Trinken und Leute prima!

Alles weitere Überlasse ich den Bildern.

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